| So geht Curling! |
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In der Regel werden 8 Durchgänge
(Ends)
gespielt, bei Meisterschaften 10 Ends. Derjenige,
der im 1. End den 1. Stein spielen muss wird ausgelost - der Gewinner darf
den letzten Stein im ersten End spielen oder die Steine aussuchen. Die folgenden
Ends werden jeweils vom gewinnenden Team des
letzte Ends begonnen. Wird ein 0-er End gespielt, bleibt die
Startreihenfolge im nächsten End unverändert. Während der Stein über das Eis gleitet, dreht er sich gleichzeitig um seine eigene Achse. Wenn er zur Ruhe kommt enden Vorwärtsbewegung und Rotation gleichzeitig. Das Geheimnis dieser Gleichzeitigkeit steckt in der untrennbaren Verknüpfung von drei Komponenten, der Drehbewegung, der Vorwärtsbewegung und der Reibung. Vorwärtsbewegung und Drehbewegung enden nach Untersuchungen von Professor Dietrich Wolf von der Universität Duisburg immer gleichzeitig - unabhängig davon, wie schnell oder wie langsam jede Bewegung anfänglich war. Zwischen beiden existiert eine Rückkoppelung, die Rotation verringert die Reibung der Vorwärtsbewegung, und die Vorwärtsbewegung wiederum verringert die Reibung der Drehbewegung; deshalb müssen beide Bewegungen gleichzeitig enden. Das heißt aber auch, solange der Stein sich dreht, kann er viel leichter gleiten und umgekehrt. Ein weiterer Versuch bestätigt das ein Stein der völlig ohne Drehung über das Eis gestoßen wird, eine kürzere Strecke zurücklegt als mit Eigendrehung.
Charakteristisch für diese Sportart sind die zwei
wischenden Teamkameraden, die den aus der Abgabezone beim Sliden in Richtung
House abgegebenen Stein in der Wischzone mit ihren Curlingsbesen begleiten und
vor dem laufenden Stein wischen. Durch die
Reibung erwärmt sich das Eis, erzeugt dabei einen hauchdünnen
Wasserfilm, her sofort wieder friert und das Eis für kurze Das "curlen" (Drehen) Steine ermöglicht das Umspielen von Steinen und somit taktisches Spielen.
Zum Spiel gehört das präzise Legen (Draw) der Steine genauso wie ein schnelles präzises Hinausspielen des gegnerischen Steins (Take-out) oder das Schützen der eigenen guten Steine durch Guards. Die Taktik des Spieles gibt der erfahrenste Spieler an, der Skip des Teams. Curling stammt ursprünglich aus Schottland
und unterscheidet sich vom - mit ihm oft verwechselten -
Eisstockschiessen wie das Schach- vom Damespiel. Der Curlingstein wird
meist aus "Blue Hone" Granit hergestellt, welcher nur im
dem Nordosten der Insel Ailsa Craig gefunden wird. Diese 338m hohe
schottische Insel befindet sich ca. 15 Meilen westlich von Girvan in der Mitte
des Kanals "Firth of Clyide". Das Recht Curlingsteine aus dem Granit
der Insel herzustellen besitzt die Scottish Curling Stone Company - heute
Bonspiel Curling Ltd, welche 1990 mit den schottischen Wettbewerber der
Andrew Kay Company zu der Kay Bonspiel Ltd fusionierte. Curling ist inzwischen eine Olympiasportart
und wird im ältesten Club Deutschlands, dem CCD (Curling
Club Düsseldorf) seit 1961 gespielt. Die Düsseldorfer
Juniorinnen vertreten den Club seit vielen Jahren auf der Deutschen
Junioren-Curling Meisterschaft.
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