Zum dritten
Mal wurde die Hammerheads Trophy in Zoetermeer (Niederland)
in diesem Jahr ausgespielt. Auch der CCD entsandte eine
Delegation, um ein Wörtchen zum Ausgang des Turniers mit zu
reden. Vom 14.-16. März gaben Richard Dey, Richard
Dörrenberg, Felix Laumen, Miro Zlobinski und Andreas
Gerhardt gegen 15 weitere Teams ihr Bestes, mit dem Ziel,
den begehrten Preis in die Stadt am Rhein zu bringen.
Aufgrund eines Freiloses zu Beginn war der erste Sieg
schnell eingefahren und der Weg zum Titelgewinn geebnet.
Nach leichten Problemen beim Einchecken im Hotel, konnte
dann am Freitag das erste zu bestreitende Spiel um 19.30 Uhr
beginnen. Der Taarnby CC, eine Mannschaft bestehend aus zwei
Däninnen und zwei Dutchmen, war der Gegner, den es auf
ziemlich gutem Eis zu bezwingen galt. Und nach genau zwei
Stunden stand der Sieger fest: Der CCD gewann nach sieben
Ends mit 8:4.Die Siegesserie konnte dann auch am nächsten
Morgen um 8.30 Uhr fortgesetzt werden. Die niederländische
Truppe vom Utrechter CC konnte, wiederum in nur sieben Ends,
mit einem klaren Sieg von 10:2 geschlagen werden. Die
Mannschaft stand nun als Erste des Turniers für das
Viertelfinale fest. Da das Viertelfinalspiel erst in den
Abendstunden um 22.30 Uhr starten sollte, pflegten die
Spielerden mannschaftlichen Zusammenhalt bei einem
gemütlichen Strandspaziergang und einem Mittagessen in einem
schon fast fertig renovierten Restaurant. Gut erholt war man
nun bereit für das nächste Spiel. Und das gegnerische Team
waren nicht geringere als das niederländische Nationalteam
der Frauen, die NCB Ladies. Nach sechs Ends stand es 4:3 für
den CCD, jedoch konnten die Damen dann im siebten End durch
eine knappe Entscheidung, wofür sogar das Messgerät zu Rate
gezogen werden musste, zwei Steine schreiben und somit in
Führung gehen. Mit einem Stein Rückstand, aber dem Recht des
letzten Steins begann das achte und entscheidende End.
Dieses konnte so aufgebaut werden, dass die NCB Ladies nach
ihrem letzten Stein zwar Shot lagen, unser bester Stein aber
Second war und wir noch einen Stein zu spielen hatten. Der
Stein war dann auch auf Kurs, um zwei Steine zu schreiben
und dadurch ins Halbfinale einzuziehen. Jedoch fing sich der
Stein nur wenige Meter vor dem gegnerischen Stein
Schmutzpartikel oder ähnliches ein, änderte dadurch
schlagartig und unvermeidbar die Richtung und verfehlte sein
Ziel. Folge war, dass die Damen das Spiel um 1 Uhr nachts
mit 6:4 gewannen und wir als Opfer des Spielsystems aus dem
Turnier als fünfter Sieger ausschieden. Kaum glaubend was in
diesem Spiel passiert war, wurde das Spielgeschehen in der
Hotelbar nochkurz reflektiert und dann der Tag beendet. Nach
einer fast schlaflosen Nacht und mit dem Gefühl des
moralischen Siegers machten wir uns am nächsten Morgen nach
dem Frühstück auf den Heimweg.
AG