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Vom
26. bis zum 28. September gingen in Tilburg in Holland 34 Teams
an den Start um den Windmill-Cup 2003. Der CC Düsseldorf war
mit 2 Teams am Start. Das Team mit Skip Richard Dörrenberg,
Thomas Erbacher (Third), Felix Laumen (Second) und Susanne
Laumen (Lead) begann am Freitag gegen das Team Varia. Das Eis
war zumindest in der Mitte der Rinks unglaublich schnell, wenn
man Düsseldorfer Verhältnisse gewohnt ist: Die Guardversuche
landeten oft im Haus. Das erste End wurde gewonnen, ein guter
Auftakt. Im zweiten End lagen die Düsseldorfer gut, unterschätzten
jedoch den gegnerischen Skip, der mit einem sehr schönen
Schlussstein ein 4er-Haus schreiben konnten. Von da an war das Düsseldorfer
Team hellwach und konzentriert, so dass die restlichen Ends alle
an Düsseldorf gingen und das erste Spiel recht souverän
gewonnen war – ein schöner Beginn der Lust auf mehr machte...
Das
zweite Spiel am Abend ging gegen ein für Wengen startendes
britisches Team. Der Lead war japanischer Abstammung – ein
sehr internationales Match also. Trotz guter Gegenwehr der Düsseldorfer
hatte der Wengener Skip Alan MacDougall das Spiel jederzeit im
Griff. Trotzdem gelang es Düsseldorf immer noch, drei Ends zu
schreiben. Das Spiel ging allerdings klar und auch verdient
verloren, da Düsseldorf es nicht verstand, an seine guten
Leistungen vom Nachmittag anzuknüpfen.
Zu
humaner Zeit am Samstag um 9.50 Uhr begaben sich Richard Dörrenberg
und sein Team zum 3. Spiel auf das Eis. Gegner waren die P-Stars
um Skip Moseley, wiederum Briten, die aus England, Schottland
und Wales stammten. Die Düsseldorfer fanden zu keinem Zeitpunkt
ins Spiel, schrieben nur 2 Ends und verloren klar gegen einen übermächtigen
Gegner. Somit rutschte Düsseldorf in der Gruppenrangliste
weiter und weiter nach hinten.
Im
4. Spiel hieß der Gegner Zürich mit Skip Kröger. Der
gegnerische Team war schlagbar, nur nicht an diesem Tag. Düsseldorf
musste sich nach sehr mäßiger Leistung mit nur einem End und
einer herben Niederlage begnügen.
So
war die Bilanz nach 4 Spielen: 2 Punkte und 12 Ends. Nach dem
vierten Spiel wurden die drei Gruppen zusammengelegt und
anschließend erneut in 2 Gruppen geteilt. Die Ränge 1-18
spielten um den Windmill-Cup und die Ränge 19-34, darunter auch
Düsseldorf als 28., spielten nunmehr um den Tilburg-Cup. Damit
entsprach Rang 19 der Gesamtrangliste Rang 1 der
Tilburg-Cup-Liste. Die Düsseldorfer Junioren um Skip Karolin
Wingendorf hatten genau diesen Rang inne und daher gute Chancen,
mit 2 Siegen den Tilburg-Cup zu gewinnen.
Aber
was machte das Düsseldorfer Team um Skip Dörrenberg: Der 28.
Rang der Geamtrangliste war gleich dem 10. Rang im Tilburg-Cup.
Um das Finale das von Rang 1-6 ausgespielt wurde, noch zu
erreichen, musste nun im fünften Spiel unbedingt ein Sieg her.
Der
Gegner war das Team Tilburg 3. Die Mannschaft kämpfte und
wischte, was die Besen hergaben, trotz der frühen Startzeit um
8.30 Uhr am Sonntag morgen. Das Spiel war hart umkämpft und
sehr ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich nichts. Nach 6
Ends lag Düsseldorf mit einem Stein in Führung. Im siebten und
damit letzten End gelang es Richard Dörrenberg in höchster
Bedrängnis, mit einem Stein, der Hammy-McMillan-Qualität besaß,
einen eigentlich unerreichbaren gegnerischen Shot zu entfernen
und selbst Shot zu werden. Diesen konnte der Gegner nicht mehr
erreichen und damit waren End und somit auch das Spiel gewonnen.
Düsseldorf hatte hier einmal das Glück des Tüchtigen, denn
der entscheidende Stein hätte eigentlich ganz anders kommen
sollen. Dennoch war der Sieg nicht unverdient, da sich das
gesamte Team gegenüber den vorherigen Spielen deutlich
gesteigert hatte.
Mit
4 Punkten erreichte Düsseldorf das Finale der besten 6 und lag
nun auf Platz 5. Dies verdankte das Team seiner hohen Anzahl an
gewonnenen Ends (17). Mit nur 2 Ends weniger wäre man nur noch
auf Platz 7 gelandet – ein Schicksal, das leider das Düsseldorfer
Juniorenteam ereilte.
Nun
hatte man plötzlich die Chance, mit einem weiteren Sieg im
letzten Spiel Platz 3 zu erreichen und damit einen der begehrten
Preise nach Düsseldorf zu holen.
Gegner
war diesmal das Team des Prins Willem Alexander Curling Clubs um
Skip Neeleman. Das erste End konnten die Düsseldorfer mit einem
Stein für sich entscheiden. Dann verloren sie aber den Faden,
der Gegner hatte auch einige glückliche Steine und ging
deutlich in Führung. Gegen Ende konnte man den Rückstand zwar
verkürzen, lag aber vor dem letzten End mit 3 Steinen im Rückstand.
Der Gegner hatte noch dazu den letzten Stein im letzten End. Die
Düsseldorfer versuchten noch einmal alles, aber Neeleman ließ
nichts mehr anbrennen und schrieb im achten End noch einen
Stein. Somit ging das letzte Spiel mit 4:8 verloren. Das
Ergebnis war Platz 6 im Tilburg-Cup.
Ein
Ergebnis, mit dem man zufrieden sein kann, insbesondere, weil
man im Verlauf des Turniers gegen den späteren Gesamtsieger des
Windmill-Cups P-Stars und gegen den zweiten, den CC Wengen
gespielt hatte. Der Sieg führte also nur über den CC Düsseldorf.
Das
Turnier endete am Sonntag mit der Siegerehrung und dem Dank an
den Veranstalter und die Eismeister des CC Tilburg, der alles
sehr gut im Griff hatte.
Die
Düsseldorfer waren sich darüber einig, ein schönes Turnier
gespielt zu haben. Auf den gemachten Erfahrungen lässt sich für
zukünftige Turnierteilnahmen aufbauen. Nachdem jeder im Verlauf
des Turniers 88 Steine gespielt und zwischen 150 und 200 Steine
gewischt hatte, war jedem klar, dass Curling ein sowohl
technisch, taktisch als auch konditionell anspruchsvoller Sport
ist. Ein Wiedersehen in Tilburg ist fürs nächste Jahr fest
eingeplant.
Thomas
Erbacher
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