Von:
Richeza Kraiting (2 bzw. 3), Miroslaw Zlobinski (1 bzw. 3) ,
Mike Wolter (1 bzw. 2), Thomas Erbacher (Skip)
Vom 2.-4.
April haben wir am 15. Internationalen Curling-Turnier von
Straßburg teilgenommen. Insgesamt 28 Teams aus Frankreich,
der Schweiz und Deutschland (neben Düsseldorf noch ein Team
aus Oberstdorf) spielten und wischten auf fünf Rinks.
Parallel dazu wurden auf drei weiteren Rinks die nationalen
französischen Meisterschaften ausgetragen. Gespielt
wurde zunächst über drei Runden in drei Gruppen. Nach
jeder Runde wurde gemäß der Gruppenrangliste weiter
gespielt. Diese drei
Spiele fanden für uns alle am Samstag statt.
Im 1. Spiel
traten wir auf schwierigem Eis gegen ein starkes Team aus
Basel an. Der Gegner spielte zu dritt („flotter Dreier on
the ice“), wir hielten gut mit, obwohl wir auch nicht
gerade herausragende Leistungen auf’s Eis legten. Wir
konnten zwei Ends gewinnen, verloren aber das Spiel mit 4:8.
Das hört sich deutlicher an als es war. Die Baseler
schienen die Leistung des weiblichen Düsseldorfer Second
durchaus zu würdigen zu wissen, denn mit dem Skip wurde später
bei Bier und Wein schon über eine Ablösesumme
verhandelt... Doch der Skip ließ sich nicht erweichen.
Im 2. Spiel
spielten wir gegen ungewöhnliche Gegner aus Genf. Eine
Herrenmannschaft, deren Technik uns durchaus verbesserungswürdig
erschien, die uns aber damit zermürbte, dass wirklich jeder
ihrer Steine im Haus liegen blieb bzw. so gut wie jeder
Takeout gelang. Nach vier Ends stand es 0:6. Wir hatten ein
paar schöne Comearounds und Takeouts, konnten ab dem 5. End
etwas aufholen, den Gegner zu Fehlern zwingen und insgesamt
drei Ends schreiben. Aber dennoch: Das Spiel ging mit 5:8
verdient an die Schweizer, die schließlich nach 4 Runden
auf dem 3. Platz lagen.
Das 3. Spiel
an diesem Tag brachte uns den ersten Sieg. Es erwarteten uns
erneut Schweizer - aus
Sion. Zu Beginn spielten wir sehr gut, konnten viele Steine
im Haus platzieren, die Schwächen der Gegner ausnutzen und
ein 5er Haus schreiben. Wir führten zwischenzeitlich mit
11:3! Dann aber holten die Gegner dramatisch auf. 11:6, dann
11:10. Dieser Stand nach dem vorletzten End hat uns
schockiert, aber auch unsere letzten Reserven mobilisiert.
Und so konnten wir insgesamt mit 13:10 gewinnen!
Neben diesem
erfolgreichen Abschluss nach einem spannenden Spiel
erwartete uns aber noch eine höchst erfreuliche Überraschung.
Durch dieses hohe Ergebnis haben wir den ausgeschriebenen
„Dolly-Preis“ gewonnen! Dieser Preis wird dem Team mit
dem besten (mathematischen) Verhältnis zwischen Steinen und
Ends verliehen. Wir hatten nach den drei Runden 22 Steine
und 9 Ends, das macht 2,44. Und das war der höchste Wert
von allen.
Darüber
haben wir uns natürlich riesig gefreut!
Als Preis für
diese Leistung erhielt jeder von uns eine Akku-Bohrmaschine!
Insbesondere unser Skip freute sich darüber ...
Am Sonntag
morgen, natürlich wieder um 8 Uhr!, kam unser letztes Spiel
gegen ein Team aus Lausanne. Ein schlagbarer Gegner, so
unsere Einschätzung. Aber es kam anders. Unsere Takeouts
waren sehr gut, mit den dringend erforderlichen Guards
haderten wir aber. Und auch dem Skip war es nicht vergönnt,
die letzten Steine optimal zu platzieren. So ging auch
dieses Match mit 3:9 an die Schweizer.
Insgesamt
beendeten wir das Turnier als 26., erhielten dafür aber
sogar noch einige nette Preise wie T-Shirts, Wecker und
Stoppuhren. Letztere werden uns natürlich bei kommenden
Turnieren zum Sieg verhelfen (!) ...
Auch wenn es
keine Curlingparty gab, so hatten wir wieder sehr viel Spaß!
Straßburg hat zumindest für unser leibliches Wohl einiges
getan. Den Abschluss bildete ein Flammkuchenessen in einem
netten kleinen Restaurant in Petite France.
Wir konnten
wieder viel lernen und üben und haben nette Curler kennen
gelernt.
Ein
herzlicher Dank an das Straßburger Organisationsteam! Wir würden
uns freuen, im nächsten Jahr wieder dort teilnehmen zu können!
rk