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1st WCF ADULT
SUMMER CURLING CAMP 2007
Prag,
01.-05.06.2007
Fotos |
Prag - eine sehr schöne Stadt mit vielen interessanten
Sehenswürdigkeiten. Ein Wochenende Anfang Juni - die perfekte
Gelegenheit, um eine solche Stadt zu besichtigen und eine schöne
Zeit zu haben. Und doch hatten wir keine Gelegenheit dazu.
"Schuld" daran hatte das "Adult Summer Curling Camp 2007" in
Prag. Wir, das waren Felix und Suzanne Laumen, Carsten Neumann,
Claus-Peter Reisinger und Richeza Kraiting. Außerdem haben es
"unsere" Griechen doch noch geschafft, einen der heiß begehrten
Plätze in diesem Trainingslager zu bekommen, da die
Teilnehmerzahl von 48 auf 64 Plätze aufgestockt wurde.
So machten wir uns vom 01.-05.06.07 teilweise mit dem Auto und
teilweise mit dem Flugzeug auf nach Prag.
Dort angekommen, ging es zunächst recht "harmlos" los:
Wir meldeten uns an, bekamen viel zu kleine T-Shirts, wurden in
Gruppen eingeteilt und lernten unsere Coaches Jim Waite, Jog
Tyre, Andrea Ronnebeck und Ron Meyer kennen. Diese kamen
allesamt aus Kanada, weshalb Englisch auch über das gesamte
Wochenende die Hauptsprache war.
Nachdem wir anschließend noch ein wenig zusammen saßen,
beschlossen wir, einigermaßen pünktlich ins Bett zu kommen, um
für die nächsten Tage gerüstet zu sein.
Der erste Trainingstag begann für unsere Gruppe auf dem Eis, wo
wir zunächst einfache Slidingübungen machen, und ein paar Steine
abgeben sollten.
Schnell merkten wir, dass das Eis in der erst drei Jahre alten
Curlinghalle nahezu perfekt ist. Nun wundert es auch nicht, dass
dort neben den Tschechen, auch Polen und Slowaken diese Halle
für ihr Training nutzen.
Nach dem Eistraining und einer kurzen Pause ging es weiter mit
der Theorie. Diese war während des gesamten Camps sehr
strukturiert aufgebaut. Zunächst wurde mit grundlegenden Dingen
begonnen, wie z.B. dass es sehr wichtig ist, immer mit geraden
Hüften in das Hack von hinten hinein zu gehen. Dann ging es in
den nächsten Tagen weiter mit den Details der Steinabgabe, dem
richtigen Wischen, grundlegende Taktiken, Team-Management und
den unterschiedlichen Regeln der World Curling Federation (WCF)
und Kanada. Da Theorie und Eistraining immer alternierend
aufeinander folgten, konnte man direkt nach den Theoriestunden
das Gelernte versuchen, praktisch umzusetzen, was teilweise gar
nicht so einfach war.
Nach Ende der einzelnen Trainingseinheiten des ersten Tages gab
es Gelegenheit zur Diskussionsfragerunde mit Keith Wendorf, dem
Leiter des Trainingscamps, zu Regeln und anderen Sachen rund um
den Sport. Highlight dieses Abends war jedoch die gemeinsame
Fahrt in die Stadt, um in einem urigen, kleinen Pub Essen zu
gehen und einen geselligen Abend zu verbringen. Bei so manchem
Teilnehmer meldete sich bereits jetzt schon der erste
Muskelkater zu Wort.
Am nächsten Morgen erschienen Viele schon etwas gemächlicher zum
Frühstück und bewegten sich nicht mehr ganz so elastisch. Das
Training vom Vortag zeigte seine Wirkung. Der zweite
Trainingstag stand unter dem Zeichen des bevorstehenden Turniers
am Abend. So wurden auf dem Eis einige Ends gespielt, um Taktik
und Spielgefühl zu praktizieren, vielleicht auch schon, um
neugewonnene Eindrücke des Vortages mit einzubringen. Die
Theorie spielte immer wieder darauf ab, wie wichtig die richtige
Einstellung zum Team und im Team ist, um Erfolg zu haben und
einander zu unterstützen. Nach der allabendlichen
Diskussionsrunde begann das erste Turnier, welches von 16
zusammengewürfelten Teams in je drei Spielen mit zwei Ends
ausgespielt wurde. Am Ende wurden die Punkte und gewonnenen Ends
zusammengezählt und die Sieger ermittelt. Von den teilnehmenden
Düsseldorfern kamen Carsten Neumann in seiner Mannschaft auf den
ersten Platz und Richeza Kraiting mit ihrer Mannschaft auf den
zweiten Platz. Nach diesem erfolgreichen, sportlichen aber vor
allem auch langen Abend, suchten die meisten Teilnehmer ziemlich
rasch nach der Siegerehrung ihre Hotelzimmer auf.
Am Montag, dem vorletzten Camptag, wurde gewischt! Der Vormittag
ging also tüchtig in die Arme. Und als diese lahm wurden, wurde
in einigen psychologischen Spielen die Teamfähigkeit und
Leaderchip geprobt, so dass auch die Kopfarbeit nicht zu kurz
kam. Immer wieder wurde in den Praxiseinheiten gezielt auf die
eigene Fähigkeit des Abspiels geachtet und mit einfachen Mitteln
dargestellt, wie man es auch zu Hause üben kann.
Als Abschlußabend gab es ein typisch tschechisches Abendessen in
einem lokalen Restaurant in der Nähe des Hotels. Die Stimmung
war sehr ausgelassen, was eventuell auch an den "Freigetränken"
lag, denn an diesem Abend durften wir bis 22:00 Uhr bestellen,
was wir wollten und es wurde von der Camp-Organisation bezahlt.
Leider sind wir so gegen 23:00 Uhr mehr oder weniger freundlich
rausgeworfen worden, indem wir einfach eine Rechnung bekommen
haben über die Getränke, die wir ab 22:00 Uhr bestellt haben.
Somit beschlossen wir, uns noch ein wenig an die Hotelbar zu
setzen. Doch auch hier hatten wir kein Glück, denn obwohl so gut
wie alle Tische und die Bar besetzt waren, wurde kurzerhand
aufgeräumt und wir wurden hinauskomplimentiert.
Somit endete der Abend in der Lobby des Hotels mit Dosenbier,
welches wir an der Rezeption kaufen konnten.
Am letzten Tag gab es noch eine Theoriestunde und ein letztes
Eistraining und damit endete das "Adult Summer Curling Camp
2007" in Prag.
Es waren alles in allem ein paar tolle Tage, an denen wir viel
Spass und reichlich Muskelkater hatten, natürlich viel gelernt,
und viele nette Leute getroffen haben.
Kiki
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