Bavarian Open Mixed, Oberstdorf
      25.-28.05.2006
 

Fotos

 

Oberstdorf - wie immer eine Reise wert !

Düsseldorf war diesmal mit 3 Teams aller Altersklassen vertreten.

Wir, die Rhine Sweeper, konnten krankeitsbedingt nur zu zweit (Suzanne und Felix) antreten, aber Markus Messenzehl, der Cheforganisator, hat uns Wolfgang Burba und seine Tochter Jenny (Oberstdorf) und für später noch Vicky aus Schottland zur Seite gestellt. Ihm sei hier noch einmal herzlich für seine spontane Hilfe gedankt.

Als Gruftis bekamen wir gleich das erste Spiel gegen Traun 2 kampflos geschenkt wegen Abwesenheit des Gegners. Das war nicht unbedingt gewollt, aber angenehm. Zur Entspannung spielten wir dann ausserhalb der Wertung gegen ein Team aus Oberstdorf, nämlich gegen den Bruder unseres Skips.

Der zweite Spieltag erinnerte nicht nur wegen des Wetters an die Schlacht von Waterloo, wir waren auf der Seite Napoleons. Die schwedischen Truppen in Form des Teams Kamp schlugen uns vernichtend 8:3, aber mehr weil wir nichts hingekriegt haben. Der zweite Teil des Tages wurde von feindlichen Truppen aus der Schweiz in Form des Teams des Schweizer Vizemeisters dominiert, Ergebnis auch so um 9:3, aber wir waren schon wesentlich besser geworden.

Der dritte Spieltag ließ wieder Licht am Horizont erkennen, wir gewannen in spannendem Spiel 8:5 gegen Lettland. Beim anschließenden Bier ist Europa wieder ein Stück mehr zusammengewachsen, die napoleonischen Kriege verschwanden in den Schubladen der Archive.

Gesamtergebnis Platz 41 !

Fast hätte es gereicht, um in die Schlussrunde zu kommen.

Bedauerlicherweise ließ die Turnierleitung kein "Hochrücken" zu, obwohl zwei Teams am folgenden Sonntag nicht erschienen waren, so dass nicht nur wir, sondern auch ein Team aus Dänemark und eins aus Chamonix trotz freier Rinks nicht mehr spielen durften. Das war für alle Betroffenen nicht leicht zu verstehen.

Den übrigen Organisatoren sei von hier aus nochmal ganz herzlich für das schöne Turnier und ihr Engagement gedankt - und vor allem Wolfgang, Vicky und Jenny, ohne die wir gar nicht erst so weit gekommen wären.

Felix

 

Oberstdorf Mixed 2006 aus der Sicht von Daniela, Andreas, Ronja und Miro

Eigentlich ist Ronja an allem schuld ;-) denn sie wollte unbedingt nach Oberstdorf zum Curling-Mixed-Turnier. Noch bevor unser weit im Voraus planender Sportwart angefangen hatte, die Werbetrommel für Oberstdorf so richtig zu drehen, hatte sie uns drei fest unter Vertrag. Da man auf dem Eis in Oberstdorf gerne auffallen darf, musste auch ein Teamtrikot her, das sogleich von Miro am PC erstellt wurde. Die Vorderseite ist mit dem CCD61-Logo und dem Teamnamen „Sliding 4 NRW“ bei allen Spielern gleich, während die Rückseite, die Stärken des Trägers zeigt (siehe Fotos). Der Copyshop hatte zwar seine Mühe vor allem mit den Blautönen, aber im Endeffekt sind sie so schön geworden, dass selbst unser Nationalspieler Sebastian Stock sagte: „Ihr habt die besten individuellen T-Shirts auf dem ganzen Turnier“, als wir ihn die Trikots gegen Ende des Turniers unterschreiben ließen. Auch die dänische Nationalspielerin Denise Dupont, die wir auch aus dem Fernsehen kennen, gab uns Autogramme und bestätigte uns, dass der Satz auf dem Skip-Trikot stimmt (siehe Fotos).

So ausgerüstet und mit zusammengenommen nur ca. 5 Jahren Curlingerfahrung fuhren wir komfortabel per Zug nach Oberstdorf zum Turnier, das für Ronja und Andy das allererste Auswärtsturnier überhaupt war. Wir übernachteten „auf dem Eis“, also im Sportinternat Oberstdorf, dem Olympiastützpunkt von Bayern - das heißt unsere Zimmer waren direkt unter dem selben Dach, wie die zwei Eishockeyflächen und das Curlingeis. Freudig empfangen wurden wir von unseren Düsseldorfer Mitcurlern Berit, Sophie, Suzanne, Taki und Felix, die uns auch gleich zum Umkleiden in die Zimmer führten, denn das erste Spiel um 18 Uhr gegen „Basel 1“ stand schon kurz bevor. Außerdem hatten wir unseren eigenen Fanclub dabei, denn Ronjas Eltern kamen zum Fotografieren, Videographieren und Entspannen mit nach Oberstdorf. Und dass sie das trotz der curlingbedingten Probleme taten, fanden wir ganz toll. Ach ja, und Richard war natürlich auch mit von der Partie, reiste aber erst am nächsten Tag an.

1.Spiel
Allein das Erlebnis, die vielen Curler gleichzeitig auf dem Eis auf 6 Rinks parallel neben uns spielen zu sehen, war ein tolles Gefühl und lohnte den Weg. Und als wir trotz letzten Steins unser allererstes End unfreiwillig als Nullerend beendeten, waren wir zumindest etwas beruhigt, dass wir nicht total abgezogen werden würden auf diesem Turnier. Die Lautstärke in der Halle war jedoch so hoch, dass schnell eine zusätzliche Zeichensprache beim Wischen eingeführt wurde. Gleich nach dem dritten End waren wir positiv überrascht, denn wir konnten unseren ersten Stein schreiben. Auch das letzte End ging mit einem Stein an uns, so dass wir mit 8:2 verloren. Da wir deshalb 0 Punkte in der Tabelle hatten, schwanden die Chancen, gegen Sebastian Stock zu spielen, leider rapide, der in unserer Gruppe im Team „Offliners“ war. Aber zum Glück spielte sein Team bei den folgenden 2 Spielen wenigstens immer direkt neben uns.

2. Spiel
Das zweite Spiel gegen „Chamonix 2“ lief schon wesentlich besser. Nach dem 6. End stand es 3:3, weil sowohl die Franzosen als auch wir jeweils 3 Ends mit immer genau einem Stein gewonnen hatten. Das siebte und damit letzte Ende musste also entscheiden. Leider hatten wir nicht den letzten Stein und mussten volles Risiko spielen. Und wer hoch pokert, kann auch hoch verlieren. Also machte Chamonix 3 Punkte und gewann mit 6:3. Die Steindifferenz war aber nur 3 Steine, statt wie zuvor 6 Steine. Wir waren also in aufsteigender Form und diese Serie fortsetzend, müsste die nächste Steindifferenz 0 Steine sein – mal schauen. 

3. Spiel
Am selben Tag hatten wir dann die Nachtpartie um 20 Uhr und damit das letzte Gruppenspiel gegen ein tschechisches Team aus Brno, das eigentlich „CK Valici se sutraky“ (?!?!?!) hieß und das einzige Team mit weiblichem Skip war, das mit uns spielte. Sie waren uns schon vorher aufgefallen, denn sie spielten in Schottenröcken und zwar ohne was drunter (!!!), wie sie versicherten. Vor dem Spiel schenkte dieses sympathische Team jedem von uns eine Flasche Schnaps und Pins vom Curlingclub Brno sowie von ihrem Curling-Mixed-Turnier, den „Moravian Open“, zu dem sie uns herzlich einluden. Der Aufschrift auf der Schnapsflasche kann man wohl entnehmen, dass dieses Turnier kürzlich sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Die Tschechen hatten übrigens während des Spiels einen kleinen Vorrat dieses hochprozentigen Getränks immer am Gürtel griffbereit hängen. Es war das einzige unserer Spiele in der richtigen Curlinghalle und nicht auf dem Eishockeyfeld, was uns offensichtlich sehr gut tat, denn wir machten unser überhaupt erstes 2-er Haus und nach dem 6. End stand es 6:3 für uns (!!!). Aber dieses sympathische Team, das ja auch wie wir bisher nichts gewonnen hatte, konnten wir eigentlich nicht verlieren lassen und tatsächlich schrieben sie im letzten End mit dem Vorteil des letzten Steins noch die 3 Steine, die das 6:6 Unentschieden perfekt machten. Steindifferenz = 0, erstaunlich ! Da waren wir die Letzten auf dem Eis, denn alle anderen Partien waren längst fertig. So bekamen beide Teams einen Punkt in der Tabelle und das ist auch gut so, denn alle beide verloren wir das vierte und letzte Spiel. 

4. Spiel
Nach den Gruppenspielen waren wir genau auf dem 60. Platz von ca. 70 und das beste Team unter denen mit einem Punkt. Am 3. Tag spielten wir dann nach Gesamtrangliste genau um die Mittagszeit gegen ein junges Team aus Neuchâtel (Schweiz), das sich „Mojito“ nannte. Sie hatten lustige Perücken und Hüte auf und waren außerdem gut drauf. Denn wenigstens einmal pro End brüllten sie laut im Chor „Neu-cha-te-el“ übers Eis und sie ließen ab und zu ihre Besen einfach fallen, um heftig zu applaudieren, sobald etwas Tolles passierte, dabei war es egal, ob sie selbst einen guten Stein gemacht hatten, oder wir, oder sonst etwas Aufsehenerregendes abging. Trotz eines Einer- und eines Zweierhauses, das wir holten, verloren wir mit 9:3 (Steindifferenz also wieder wie zu Beginn). Wir hatten aber ne Menge Spaß und einen Ohrwurm: „Neu-cha-te-el“. Wir waren schon wieder die Letzten auf dem Eis und Stocki wartete schon mit der Pebbelkanne, denn die nächsten Spieler standen schon in den Startlöchern. Da die Schweizer aber zwischendurch Fotos machten und beide Teams viel überlegen mussten, wurde es halt etwas länger.

Gesamtbilanz: Kein einziges Mal mussten wir einen Drink spendieren, denn die Tschechen, die fast alle Lehrer waren und zwar in den Fächern, die wir studieren, übernahmen für uns arme Studenten die Rechnung. So bringen wir trotzdem stolz EINEN Punkt, elf gewonnene Ends und vierzehn Steine aus Oberstdorf mit - (Das mit den Steinen ist nicht wörtlich gemeint !!!) - und können dieses spaßige Turnier nur wärmstens empfehlen.

Miro

 

„Die Cracks” bei den Bavarian Open Mixed 2006

Vom 25. bis 28. Mai 2006 fanden in Oberstdorf die Bavarian Open Mixed statt. Es handelt sich hierbei um das größte Curling Turnier Deutschlands mit über 70 Mannschaften aus der ganzen Welt. Wir Cracks:

- Berit Enkelmann (First)
- Taki Kokkinellis (Second)
- Sophia Koller (Third)
- Richard Dörrenberg (Skip)

hatten in dieser Zusammensetzung Curling Turnier-Premiere. Für Dreiviertel von uns war es sogar das allererste Turnier überhaupt.

Am Donnerstag Morgen um 6:30 Uhr ging es von Krefeld aus über Meerbusch und Nierst nach Düsseldorf. Von Düsseldorf aus hat uns unser befreundetes Rhine Sweeper-Team (Suzanne und Felix Laumen) nach Oberstdorf mitgenommen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür.

Da unser Skip Richard erst am Freitag dazustoßen konnte, hat er für unser erstes Spiel gegen ein Schweizer Team, Felix vom Rhine Sweeper-Team als Ersatz-Skip gewinnen können.

Nachdem wir beim ersten Spiel immerhin einige Steine und Ends, nicht jedoch das Spiel gewinnen konnten, ging das Abendprogramm los. In einem Bierzelt gab´s Barbecue und ein Salatbuffet. Abends bzw. nachts hat sich das Curling-Völkchen in der unter Curlern berühmt-berüchtigten Weinklause getroffen.

Am zweiten Tag war dann unser Skip Richard auch dabei, so dass wir mit voller Besetzung gegen ein weiteres Schweizer und anschließend ein Schwedisches Team antreten konnten.

Wir konnten wiederum einige Ends gewinnen und haben diesen Erfolg dann noch mit unseren anderen Düsseldorfer Teams (Rhine Sweeper und Sliding for NRW) und vielen anderen Curlern in der Weinklause gefeiert.

Am Samstag haben wir gegen ein ungarisches Team gespielt und wieder einige Ends gewonnen, bevor es dann mit der Nebelhornbahn rauf zur Bergstation ging, wo die offizielle Turnier-Party stattfand.

Da wir trotz vieler gewonnener Ends am Ende doch alle Spiele verloren haben, konnten wir am Sonntag ohne uns noch mit einem weiteren Spiel stressen zu müssen nach Hause fahren.

Zusammengefasst hatten wir in Oberstdorf viel Spaß bei den Curling-Spielen

und danach und können das Turnier nur weiterempfehlen.

Taki i.A. von Sophia, Berit und Richard

 

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