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Oberstdorf - wie immer eine
Reise wert !
Düsseldorf war diesmal mit 3 Teams aller
Altersklassen vertreten.
Wir, die Rhine Sweeper, konnten
krankeitsbedingt nur zu zweit (Suzanne und Felix) antreten, aber
Markus Messenzehl, der Cheforganisator, hat uns Wolfgang Burba
und seine Tochter Jenny (Oberstdorf) und für später noch Vicky
aus Schottland zur Seite gestellt. Ihm sei hier noch einmal
herzlich für seine spontane Hilfe gedankt.
Als Gruftis bekamen wir gleich das erste
Spiel gegen Traun 2 kampflos geschenkt wegen Abwesenheit des
Gegners. Das war nicht unbedingt gewollt, aber angenehm. Zur
Entspannung spielten wir dann ausserhalb der Wertung gegen ein
Team aus Oberstdorf, nämlich gegen den Bruder unseres Skips.
Der zweite Spieltag erinnerte nicht nur wegen
des Wetters an die Schlacht von Waterloo, wir waren auf der
Seite Napoleons. Die schwedischen Truppen in Form des Teams Kamp
schlugen uns vernichtend 8:3, aber mehr weil wir nichts
hingekriegt haben. Der zweite Teil des Tages wurde von
feindlichen Truppen aus der Schweiz in Form des Teams des
Schweizer Vizemeisters dominiert, Ergebnis auch so um 9:3, aber
wir waren schon wesentlich besser geworden.
Der dritte Spieltag ließ wieder Licht am
Horizont erkennen, wir gewannen in spannendem Spiel 8:5 gegen
Lettland. Beim anschließenden Bier ist Europa wieder ein Stück
mehr zusammengewachsen, die napoleonischen Kriege verschwanden
in den Schubladen der Archive.
Gesamtergebnis Platz 41 !
Fast hätte es gereicht, um in die
Schlussrunde zu kommen.
Bedauerlicherweise ließ die Turnierleitung
kein "Hochrücken" zu, obwohl zwei Teams am folgenden Sonntag
nicht erschienen waren, so dass nicht nur wir, sondern auch ein
Team aus Dänemark und eins aus Chamonix trotz freier Rinks nicht
mehr spielen durften. Das war für alle Betroffenen nicht leicht
zu verstehen.
Den übrigen Organisatoren sei von hier aus
nochmal ganz herzlich für das schöne Turnier und ihr Engagement
gedankt - und vor allem Wolfgang, Vicky und Jenny, ohne die wir
gar nicht erst so weit gekommen wären.
Felix
Oberstdorf
Mixed 2006 aus der Sicht von Daniela, Andreas, Ronja und Miro
Eigentlich ist
Ronja an allem schuld ;-) denn sie wollte unbedingt nach
Oberstdorf zum Curling-Mixed-Turnier. Noch bevor unser weit im
Voraus planender Sportwart angefangen hatte, die Werbetrommel
für Oberstdorf so richtig zu drehen, hatte sie uns drei fest
unter Vertrag. Da man auf dem Eis in Oberstdorf gerne auffallen
darf, musste auch ein Teamtrikot her, das sogleich von Miro am
PC erstellt wurde. Die Vorderseite ist mit dem CCD61-Logo und
dem Teamnamen „Sliding 4 NRW“ bei allen Spielern gleich, während
die Rückseite, die Stärken des Trägers zeigt (siehe Fotos). Der
Copyshop hatte zwar seine Mühe vor allem mit den Blautönen, aber
im Endeffekt sind sie so schön geworden, dass selbst unser
Nationalspieler Sebastian Stock sagte: „Ihr habt die besten
individuellen T-Shirts auf dem ganzen Turnier“, als wir ihn die
Trikots gegen Ende des Turniers unterschreiben ließen. Auch die
dänische Nationalspielerin Denise Dupont, die wir auch aus dem
Fernsehen kennen, gab uns Autogramme und bestätigte uns, dass
der Satz auf dem Skip-Trikot stimmt (siehe Fotos).
So ausgerüstet
und mit zusammengenommen nur ca. 5 Jahren Curlingerfahrung
fuhren wir komfortabel per Zug nach Oberstdorf zum Turnier, das
für Ronja und Andy das allererste Auswärtsturnier überhaupt war.
Wir übernachteten „auf dem Eis“, also im Sportinternat
Oberstdorf, dem Olympiastützpunkt von Bayern - das heißt unsere
Zimmer waren direkt unter dem selben Dach, wie die zwei
Eishockeyflächen und das Curlingeis. Freudig empfangen wurden
wir von unseren Düsseldorfer Mitcurlern Berit, Sophie, Suzanne,
Taki und Felix, die uns auch gleich zum Umkleiden in die Zimmer
führten, denn das erste Spiel um 18 Uhr gegen „Basel 1“ stand
schon kurz bevor. Außerdem hatten wir unseren eigenen Fanclub
dabei, denn Ronjas Eltern kamen zum Fotografieren,
Videographieren und Entspannen mit nach Oberstdorf. Und dass sie
das trotz der curlingbedingten Probleme taten, fanden wir ganz
toll. Ach ja, und Richard war natürlich auch mit von der Partie,
reiste aber erst am nächsten Tag an.
1.Spiel
Allein das Erlebnis, die vielen Curler gleichzeitig auf dem Eis
auf 6 Rinks parallel neben uns spielen zu sehen, war ein tolles
Gefühl und lohnte den Weg. Und als wir trotz letzten Steins
unser allererstes End unfreiwillig als Nullerend beendeten,
waren wir zumindest etwas beruhigt, dass wir nicht total
abgezogen werden würden auf diesem Turnier. Die Lautstärke in
der Halle war jedoch so hoch, dass schnell eine zusätzliche
Zeichensprache beim Wischen eingeführt wurde. Gleich nach dem
dritten End waren wir positiv überrascht, denn wir konnten
unseren ersten Stein schreiben. Auch das letzte End ging mit
einem Stein an uns, so dass wir mit 8:2 verloren. Da wir
deshalb 0 Punkte in der Tabelle hatten, schwanden die Chancen,
gegen Sebastian Stock zu spielen, leider rapide, der in unserer
Gruppe im Team „Offliners“ war. Aber zum Glück spielte sein Team
bei den folgenden 2 Spielen wenigstens immer direkt neben uns.
2. Spiel
Das zweite Spiel gegen „Chamonix 2“ lief schon wesentlich
besser. Nach dem 6. End stand es 3:3, weil sowohl die Franzosen
als auch wir jeweils 3 Ends mit immer genau einem Stein gewonnen
hatten. Das siebte und damit letzte Ende musste also
entscheiden. Leider hatten wir nicht den letzten Stein und
mussten volles Risiko spielen. Und wer hoch pokert, kann auch
hoch verlieren. Also machte Chamonix 3 Punkte und gewann mit
6:3. Die Steindifferenz war aber nur 3 Steine, statt wie
zuvor 6 Steine. Wir waren also in aufsteigender Form und diese
Serie fortsetzend, müsste die nächste Steindifferenz 0 Steine
sein – mal schauen.
3. Spiel
Am selben Tag hatten wir dann die Nachtpartie um
20 Uhr und damit das letzte Gruppenspiel gegen ein tschechisches
Team aus Brno, das eigentlich „CK Valici se sutraky“ (?!?!?!)
hieß und das einzige Team mit weiblichem Skip war, das mit uns
spielte. Sie waren uns schon vorher aufgefallen, denn sie
spielten in Schottenröcken und zwar ohne was drunter (!!!), wie
sie versicherten. Vor dem Spiel schenkte dieses sympathische
Team jedem von uns eine Flasche Schnaps und Pins vom Curlingclub
Brno sowie von ihrem Curling-Mixed-Turnier, den „Moravian Open“,
zu dem sie uns herzlich einluden. Der Aufschrift auf der
Schnapsflasche kann man wohl entnehmen, dass dieses Turnier
kürzlich sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Die Tschechen
hatten übrigens während des Spiels einen kleinen Vorrat dieses
hochprozentigen Getränks immer am Gürtel griffbereit hängen. Es
war das einzige unserer Spiele in der richtigen Curlinghalle und
nicht auf dem Eishockeyfeld, was uns offensichtlich sehr gut
tat, denn wir machten unser überhaupt erstes 2-er Haus und nach
dem 6. End stand es 6:3 für uns (!!!). Aber dieses sympathische
Team, das ja auch wie wir bisher nichts gewonnen hatte, konnten
wir eigentlich nicht verlieren lassen und tatsächlich schrieben
sie im letzten End mit dem Vorteil des letzten Steins noch die 3
Steine, die das 6:6 Unentschieden perfekt machten.
Steindifferenz = 0, erstaunlich ! Da waren wir die Letzten auf
dem Eis, denn alle anderen Partien waren längst fertig. So
bekamen beide Teams einen Punkt in der Tabelle und das ist auch
gut so, denn alle beide verloren wir das vierte und letzte
Spiel.
4. Spiel
Nach den Gruppenspielen waren wir genau auf dem 60. Platz von
ca. 70 und das beste Team unter denen mit einem Punkt. Am 3. Tag
spielten wir dann nach Gesamtrangliste genau um die Mittagszeit
gegen ein junges Team aus Neuchâtel (Schweiz), das sich „Mojito“
nannte. Sie hatten lustige Perücken und Hüte auf und waren
außerdem gut drauf. Denn wenigstens einmal pro End brüllten sie
laut im Chor „Neu-cha-te-el“ übers Eis und sie ließen ab und zu
ihre Besen einfach fallen, um heftig zu applaudieren, sobald
etwas Tolles passierte, dabei war es egal, ob sie selbst einen
guten Stein gemacht hatten, oder wir, oder sonst etwas
Aufsehenerregendes abging. Trotz eines Einer- und eines
Zweierhauses, das wir holten, verloren wir mit 9:3
(Steindifferenz also wieder wie zu Beginn). Wir hatten aber ne
Menge Spaß und einen Ohrwurm: „Neu-cha-te-el“. Wir waren schon
wieder die Letzten auf dem Eis und Stocki wartete schon mit der
Pebbelkanne, denn die nächsten Spieler standen schon in den
Startlöchern. Da die Schweizer aber zwischendurch Fotos machten
und beide Teams viel überlegen mussten, wurde es halt etwas
länger.
Gesamtbilanz:
Kein einziges Mal mussten wir einen Drink spendieren, denn die
Tschechen, die fast alle Lehrer waren und zwar in den Fächern,
die wir studieren, übernahmen für uns arme Studenten die
Rechnung. So bringen wir trotzdem stolz EINEN Punkt, elf
gewonnene Ends und vierzehn Steine aus Oberstdorf mit - (Das mit
den Steinen ist nicht wörtlich gemeint !!!) - und können dieses
spaßige Turnier nur wärmstens empfehlen.
Miro
„Die Cracks” bei den Bavarian Open Mixed 2006
Vom
25. bis 28. Mai 2006 fanden in Oberstdorf die Bavarian Open
Mixed statt. Es handelt sich hierbei um das größte Curling
Turnier Deutschlands mit über 70 Mannschaften aus der ganzen
Welt. Wir Cracks:
-
Berit Enkelmann (First)
- Taki Kokkinellis (Second)
- Sophia Koller (Third)
- Richard Dörrenberg (Skip)
hatten in dieser Zusammensetzung Curling Turnier-Premiere. Für
Dreiviertel von uns war es sogar das allererste Turnier
überhaupt.
Am
Donnerstag Morgen um 6:30 Uhr ging es von Krefeld aus über
Meerbusch und Nierst nach Düsseldorf. Von Düsseldorf aus hat uns
unser befreundetes Rhine Sweeper-Team (Suzanne und Felix Laumen)
nach Oberstdorf mitgenommen. An dieser Stelle nochmal vielen
Dank dafür.
Da
unser Skip Richard erst am Freitag dazustoßen konnte, hat er für
unser erstes Spiel gegen ein Schweizer Team, Felix vom Rhine
Sweeper-Team als Ersatz-Skip gewinnen können.
Nachdem wir beim ersten Spiel immerhin einige Steine und Ends,
nicht jedoch das Spiel gewinnen konnten, ging das Abendprogramm
los. In einem Bierzelt gab´s Barbecue und ein Salatbuffet.
Abends bzw. nachts hat sich das Curling-Völkchen in der unter
Curlern berühmt-berüchtigten Weinklause getroffen.
Am
zweiten Tag war dann unser Skip Richard auch dabei, so dass wir
mit voller Besetzung gegen ein weiteres Schweizer und
anschließend ein Schwedisches Team antreten konnten.
Wir
konnten wiederum einige Ends gewinnen und haben diesen Erfolg
dann noch mit unseren anderen Düsseldorfer Teams (Rhine Sweeper
und Sliding for NRW) und vielen anderen Curlern in der
Weinklause gefeiert.
Am
Samstag haben wir gegen ein ungarisches Team gespielt und wieder
einige Ends gewonnen, bevor es dann mit der Nebelhornbahn rauf
zur Bergstation ging, wo die offizielle Turnier-Party stattfand.
Da
wir trotz vieler gewonnener Ends am Ende doch alle Spiele
verloren haben, konnten wir am Sonntag ohne uns noch mit einem
weiteren Spiel stressen zu müssen nach Hause fahren.
Zusammengefasst hatten wir in Oberstdorf viel Spaß bei den
Curling-Spielen
und
danach und können das Turnier nur weiterempfehlen.
Taki i.A. von Sophia, Berit und Richard
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