Richeza
Kraiting (1 )*, Mike Wolter (2), Dieter Bauermeister (3),
Thomas Erbacher (Skip)
Vom 26.-28. März
haben wir am Turnier Coupe de l’Amitié in Luxemburg
teilgenommen. Zwanzig internationale Teams spielten und
wischten auf zwei Rinks um diese Trophäe.
Unsere
Spielzeiten waren an „Düsseldorfer Verhältnisse“
angelehnt ... Sowohl am Freitag als auch am Samstag mussten
wir um 8 Uhr antreten! Leider waren wir am ersten Tag
gehandicapt, da wir nur zu dritt spielen konnten. Im
1. Spiel spielten wir gegen Andorra, bei denen zwei Spieler
dem Nationalteam angehörten. Dieses Spiel gewannen wir mit
7:5. Wir waren noch frisch, das frühe Aufstehen macht uns
nichts aus (!?), und so gelangen viele gute Steine.
Im 2. Spiel
erwartete uns eine kanadisch-luxemburgische Mannschaft, die
uns schlagbar erschien. Aber das Spiel wurde zu einer großen
Herausforderung: Der ursprüngliche Skip des gegnerischen
Teams war ausgefallen, und sie hatten sich Andreas
Westenfelder, den herausragenden luxemburgischen
Nationalspieler als Ersatz geholt!!! Damit sanken unsere
Siegchancen rapide. Wir ließen uns dadurch jedoch nicht
entmutigen und freuten uns auf das Spiel, das auf insgesamt
sehr gutem Niveau verlief.
Wir spielten
herrliche Come around’s, die unsere Gegner konterten, um
dann mit einem hervorragenden Double Take out das Haus von
unseren Steinen zu bereinigen... Aber auch unsere kämpferische
Leistung wurde belohnt. Uns gelangen sehr gute Take outs –
vor allem Dieter hatte ein sehr gutes Händchen - und wir
hatten eine gute Länge.
Natürlich
fanden sich bei diesem Spiel zahlreiche Zuschauer an der
Bande ein, die den einen oder anderen gelungenen Stein von
uns beklatschten, das freut dann auch! Aber insgesamt
mussten wir uns nach hartem Kampf mit 3:7 dem besseren
Gegner geschlagen geben. Mit diesem Ergebnis waren wir
jedoch sehr zufrieden, da wir gegen die von der Papierform
hoch überlegenen Gegner sehr gut mitgehalten hatten.
Am Samstag
morgen wollten wir dann gegen ein russisches Team aus Moskau
/ St. Petersburg ein gutes Spiel abliefern. Sie erschienen
uns schlagbar, da wir sie am Vortag bei nur mittelmäßiger
Leistung beobachtet hatten, sie aber dennoch als sehr gute
Spieler bekannt sind.
Das Spiel lief nicht gut, der Lead fand bei fast keinem
Stein die richtige Länge, Second und Third visierten den
Besen nicht so richtig an und verpassten schon mal einen
Take out. Der Skip verpasste bei 1:6 Rückstand die Chance,
ein Viererhaus zu schreiben, weil er einen offenen Take-out
2 cm daneben setzte. Viele Steine waren 2 Zentimeter zu kurz
oder zu lang, zu eng oder zu weit. Nach einer Stunde war der
Skip so weit, dass er zur Wodka-Flasche griff, die die
Russen uns geschenkt hatten. Da war es gerade mal 9 Uhr. Der
Wodka schmeckte zwar sehr gut, half aber leider auch nicht
mehr. Na ja, machen wir’s kurz: Wir haben das Spiel mit
2:11 verloren.
Am Samstag
Abend war dann Curling-Party, trinkreich, laut und lang. Um
4 Uhr morgens stand das gesamte Team noch geschlossen auf
der Tanzfläche und hielt die Fahne für Düsseldorf hoch.
Verbindungen, die während der Spiele hergestellt worden
waren, wurden im Laufe des Abends gepflegt und vertieft. Die
sehr lockere Party bot dafür fruchtbarsten Boden…
Nach
nur drei Stunden Schlaf standen wir dann pünktlich um 10
Uhr auf dem Eis, gegen ein holländisches Team, gegen dessen
Skip Sylvia van der Pluym wir in Zoetermeer immerhin schon
gewonnen hatten. Die Come around’s kamen nicht, beim Lead
fehlte wieder die Länge, Second und Third hatten noch getrübte
Blicke und sahen bisweilen den Besen nicht. Ein paar schöne
Steine gelangen aber auch, der Skip brachte einen schönen
Draw und Take outs. Es war ein spannendes Spiel, da der
Abstand immer nur ein oder zwei Steine betrug. Vor allem der
Third stand auch schon mal leidend an der Bande, wo es
anscheinend gewaltiges Ablenkungspotential gab (!). Wir
haben leider knapp mit 4:5 verloren.
Es
war wieder ein super Wochenende! Wir haben durch die Spiele
gegen gute Teams auf dem Eis viele Erfahrungen sammeln können
und viele nette Leute wieder getroffen und neue kennen
gelernt! Ein herzliches Dankeschön allen Organisatoren aus
Luxemburg. Wir werden gerne im nächsten Jahr zurückkommen.
rk