DÜSSELCUP 2006

Curlingturnier des CCD 61 am 03. Dezember 2006

Fotos


Der Düsselcup 2006 aus Sicht eines Wissenschaftlers, Analysten oder Statistikers:



Die Rahmenbedingungen:

T
rotz der moderaten Außentemperaturen war das Eis an diesem Sonntagmorgen in bester Düsseldorfer Verfassung. Zur Aufwertung des Turniercharakters wurden erstmal hochmoderne High-Tech Instrumente wie die elektronische Punktetafel und elektromagnetische Wellen zur Punktestandsübertragung verwendet. Als menschliches Gegengewicht zur Technik stieg die Zuschauerzahl des immer beliebter werdenden Turniers dramatisch im Vergleich zum Vorjahr an. Auch die Anzahl der Spieler war diesmal auf den Punkt genau richtig mit 6 Teams a 4 Spielern.

Vor dem ersten Spiel gedachten alle Spieler in einer Schweigeminute des vor wenigen Wochen und verstorbenen Curlers Willi (95 Jahre, hat bis Oktober 2007 noch aktiv gespielt!), der uns wohl vor allem durch seine Brötchen in Erinnerung bleiben wird. Apropos Brötchen: Die Versorgung mit Kaloriennachschub und temperatursteigernden Getränken in den Pausen war diesmal wieder exzellent.


Die These:

Keiner ging mit leeren Händen nach Hause. Nicht nur, dass alle Teams wenigstens einen Punkt gemacht haben, es wird sich in der nun folgenden Analyse zeigen, dass je nach Sichtweise alle Teams eine Besonderheit hatten, die kein anderes Team hatte und dass einige Begegnungen besondere Rekorde darstellen.


Die Analyse:

Insgesamt wurden 58 Ends gespielt. Im ersten Durchgang waren wohl alle noch ein bisschen müde, so dass alle Spiele bereits nach 6 Ends beendet wurden. Doch schon im zweiten Durchgang gaben die Teams von Ebi und Suzanne Gas und schafften 7 Ends. Im dritten Durchgang haben dann alle den Turnierrhythmus gefunden, so dass alle Spiele über die volle Länge von 7 Ends gingen. Dieser Aufwärtstrend kann – nach genauesten Untersuchungsergebnissen – nur an der hervorragenden Betreuung durch die kulinarische Abteilung mit kräftigenden Leckereien und Getränken gelegen haben.

Weiter in der Statistik: Das Spiel mit den wenigsten Steinen, nämlich mit nur 7 Steinen war: Team Miro – Team Richard (4:3).

Die Spiele mit den meisten Steinen, nämlich beide Male 14 Steine: Team Ebi – Team Suzanne (5:9) und Team Ebi – Team Carsten (7:7).

Die Spiele mit der kleinsten Steindifferenz, nämlich Null, also die Remis waren: Team Kiki – Team Suzanne (5:5), Team Miro – Team Suzanne (5:5) und Team Ebi – Team Carsten (7:7).

Die größte Steindifferenz, nämlich 9 Steine gab es im Spiel Team Carsten – Team Richard.

Berechnet man die Steindifferenz für jedes Team, so führt diese Wertung das Team Richard haushoch mit 14 Steinen an, gefolgt von Team Suzanne mit 4 und Team Miro mit 3 Steinen.

Das kleinste Haus ? Tja, es gab kein Nullerend, aber insgesamt 32 Mal wurde ein End mit genau einem Stein geschrieben. Das ist also in 55 % aller Ends der Fall gewesen. (Zweierhäuser: 29 %, Dreierhäuser: 9 %, Viererhäuser: 2 %, Fünferhäuser: 3 %)

Das Viererhaus gab es nur einmal, nämlich im Spiel Team Ebi – Team Miro. Dagegen gelang zweimal das höchste Haus mit 5 Steinen, nämlich Team Suzanne zum Nachteil von Team Ebi und gleich danach Team Ebi gegen Team Carsten. Das Fünferhaus wollten Ebi & Co wohl nicht auf sich sitzen lassen und haben es also gleich im nächsten Spiel selbst aufs Eis gelegt und an Carsten & Co weitergegeben. Und wenn es noch ein viertes Spiel gegeben hätte – wer weiß – dann hätten wahrscheinlich die das Fünferhaus wieder an jemanden weitergegeben.

Die häufigsten Führungswechsel ereigneten sich im Spiel Team Ebi – Team Suzanne. Dreimal wechselte hier die Führung von einer Mannschaft zur anderen.

Seit einem Turnier in Straßburg weiß ich, dass es interessant ist, die gewonnen Steine durch die gewonnenen Ends eines Teams zu teilen. Damals hatten wir für einen besonders hohen Quotienten vier Bohrmaschinen gewonnen. Seitdem nenne ich dieses Kriterium die Straßburger Quote. Sie zeigt also an, wie viele Steine man pro gewonnenes End geschrieben hat. In dieser Kategorie gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Es führt das Team Suzanne hauchdünn mit 1,9 Steinen pro End, dicht gefolgt von Team Ebi mit 1,89 Steinen pro End. Auf Platz drei und damit die Bronzemedaille in dieser Kategorie hat das Team Carsten gewonnen mit 1,66 Steinen pro End.

Wie man sieht, hat jedes Team seine Qualitäten – es kommt nur auf die Sichtweise an.


Die Besonderheiten der Teams:

Carsten, Michael, Christian und Paolo – die Durchstarter: Einziges Team, das im nächsten Spiel immer mehr Ends gewonnen hat als im vorherigen Spiel. Starker Aufwärtstrend !

Ebi, Heinz, Jörg und Jutta – die Vielseitigen: Das Team, das die meisten unterschiedlichen Häuser geschrieben hat. Sie haben nicht nur ein Einer- und Zweierhaus, sondern auch ein Dreier- und ein Fünferhaus geschafft.

Kiki, Sven, Claus-Peter und Kaya – die Ziffernökonomiker: Einziges Team, das mit nur zwei Ziffern bei ihren Ergebnissen ausgekommen ist – 1 und 2. Und damit sind sie immerhin auf dem vierten Platz gelandet.

Suzanne, Katrin, Ulla und Richeza – die Quotenjäger: Das Team, das die meisten Steine pro End gemacht hat und damit die Straßburger Wertung anführt.

Richard, Felix, Nils und Peter – die Steineleger: Das Team mit den meisten Ends und Steinen und der besten Steindifferenz.

Miro, Ronja, Andreas und Daniela – die Punktesammler: Das Team mit den meisten Punkten.


Fazit:

Der Düsselcup – ein supergutes Turnier, bei dem jedes Team hätte gewinnen können, wenn man nicht ausgerechnet nach Punkten, Ends und Steinen gegangen wäre. Wer hat sich dieses Verfahren eigentlich ausgedacht ?

Bis zum nächsten Jahr.

Miro

                                 Rangliste:

Rang Team Punkte Ends Steine
1. 

Sieger des Wanderpokals
Miro - Ronja - Andreas - Daniela

5 10 16
2.

Richard - Felix - Nils - Peter

4 14 21
3.

Suzanne - Katrin - Ulla - Richeza

4 10 19
4.

Kiki - Sven - Claus Peter - Kaya

3 9 14
5.

Ebi - Heinz - Jörg - Jutta

1 9 17
6.

Carsten - Michael - Christian - Paolo

1 6 10
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